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JOLanDA-Transfer
Seit Anfang 2025 arbeitet die Bildungsregion Südniedersachsen der SüdniedersachsenStiftung mit dem Zukunftszentrum Holzminden-Höxter an der HAWK in Holzminden im Rahmen des Projekts JOLanDA-Transfer zusammen. Ziel dieses zukunftsweisenden Vorhabens ist es, Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf noch gezielter zu unterstützen. Grundlage dafür ist eine digitale, spielerisch aufgebaute Anwendung zur ganzheitlichen Berufsorientierung, die in der Stadt Göttingen, sowie den Landkreisen Göttingen, Northeim, Holzminden und Goslar im Rahmen des Projekts verstetigt werden soll.
Das Projekt verfolgt dabei mehrere zentrale Anliegen:
- Ausbau der digitalen Unterstützung: Die Applikation JOLanDA wird von der Pilotregion Landkreis Holzminden auf die gesamte Region Südniedersachsen ausgeweitet. Ziel ist es, eine nachhaltige Unterstützungsstruktur für alle relevanten Akteure vor Ort zu schaffen.
- Zielgruppengerechte Ansätze: Entwicklung passgenauer Rahmenbedingungen für den Einsatz von JOLanDA, insbesondere für benachteiligte oder schwer erreichbare Jugendliche – etwa bei Schulabsentismus oder Schulabbrüchen.
- Regionale Vorreiterrolle: Positionierung Südniedersachsens als Leuchtturmregion für eine digital unterstützte, subjektbezogene und lebensweltorientierte Berufsorientierung – ein Modell, das auch überregional Beachtung finden soll.
Mit diesem innovativen Ansatz setzen wir neue Maßstäbe in der lebensweltorientierten Berufsorientierung und schaffen nachhaltige Perspektiven für junge Menschen in unserer Region.
JOLanDA ist eine digitale Anwendung, die speziell für Jugendliche ab der siebten Klasse entwickelt wurde, um sie bei wichtigen Lebenslaufentscheidungen zu unterstützen.
Zu diesen Entscheidungen gehören nicht nur die Berufswahl, sondern auch die Fragen, wie und wo die Jugendlichen in Zukunft leben und ihr Leben gestalten möchten. Das Ziel von JOLanDA ist es, die Jugendlichen in ihren biografischen Orientierungsprozessen lebensweltorientiert zu stärken.
Mit einer spielerischen Umgebung und der Verwendung leichter Sprache richtet sich JOLanDA besonders an Jugendliche, die sich von anderen Angeboten bisher weniger angesprochen fühlen. Die einzelnen Themenpakete können schnell bearbeitet werden, und die Ergebnisse lassen sich zur Weiterarbeit speichern oder exportieren.
Das pädagogisch-didaktische Rahmenkonzept bildet das sozial-emotionale und das selbstregulierte Lernen. Dadurch entwickeln und stärken die Jugendlichen einerseits Kompetenzen wie Selbstwahrnehmung, Beziehungsfähigkeit und verantwortungsvolles Handeln. Gleichzeitig werden sie befähigt, eigenverantwortlich Ziele zu setzen, zu planen, zu lernen und ihren Fortschritt zu reflektieren.
JOLanDA ist sowohl für den Einsatz in Schulen als auch in offenen Bereichen, wie der Jugendarbeit oder in Beratungssettings, konzipiert. In sechs „Orientierungstrainings“ können die Teilnehmer 25 „Entdeckungspfade“ zu den Themenschwerpunkten Lebensentwürfe und Stärken, Lebensräume, Berufswahlkompetenzen, Interessen, Ressourcen sowie Entscheiden und Planen durchspielen. Die Übungen können auch einzeln oder modular im Rahmen von Workshops eingesetzt werden.
Ein besonderes Merkmal von JOLanDA ist, dass es auch von Jugendlichen ohne Begleitung durchgeführt werden kann. Die modulare Struktur ermöglicht einen thematischen Fokus, der an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden kann.
Das Projekt wird zudem zielgruppengerechte Rahmenbedingungen für den Einsatz von JOLanDA entwickeln, insbesondere für benachteiligte oder schwer erreichbare Jugendliche, wie etwa bei Schulabsentismus oder Schulabbruch.
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